Tipps für Eigentümer

Die Immobilie ist das wahrscheinlich wertvollste materielle Gut, was ein Mensch in seinem Leben besitzt. Beim Verkauf einer Immobilie geht es um viel Geld und daher ist Vorsicht geboten.

 

1. Die Ermittlung des Verkaufspreises

Hier spielen viele Faktoren eine wichtige Rolle: Zustand und Alter der Immobilie, die Marktlage mit Angebot und Nachfrage und vor allem die Objektlage. Immobilien sind sehr individuell. Daher ist es besonders wichtig, die Faktoren richtig zu bewerten und einen aktuellen Marktpreis, der derzeit erzielt werden kann, zu ermitteln. D. h. nicht den damaligen Kaufpreis plus alle Kaufnebenkosten, Finanzierungskosten und evtl. Kosten für durchgeführte Sanierungsmaßnahmen usw. zu addieren, sondern je nach Objektart und dessen Nutzung eine genaue Wertermittlung (Vergleichs-, Sach- oder Ertragswertermittlung) durchzuführen. Schauen Sie sich auch Angebote der Konkurrenz an und vergleichen Sie genau. Denn eine zu teuer angebotene Immobilie verbleibt monatelang auf dem Markt und schreckt Interessenten von vornherein ab. Allerdings sollte diese auch nicht zu günstig angeboten werden, weil dadurch ein Teil Ihres potentiellen Gewinns verloren gehen kann.

Unser Tipp: Die Immobilie ist nicht das wert, was Sie an Geld benötigen oder was Sie in Ihr Objekt investiert haben, sondern was die Käufer auf dem Markt derzeit bereit sind zu bezahlen. Stellen Sie sich immer selbst die Frage: Würden Sie die Immobilie zu diesem Preis kaufen? Lassen Sie sich bei der Wertermittlung durch das "casa blanca-Team" unterstützen.

 

2. Zeitaufwand

Bitte nehmen Sie sich für den Verkauf einer Immobilie die nötige Zeit. Ein Verkauf dauert in der Regel mehrere Wochen oder gar mehrere Monate - je nach Verkaufspreis, Nachfrage und anderen Faktoren. Nicht nur das Vereinbaren und Wahrnehmen von Besichtigungsterminen, die Kontaktknüpfung, das Führen von Telefonaten und die Beantwortung von E-Mails und Annoncenanfragen verschlingen viel Zeit, sondern auch die Vertragsverhandlungen müssen reifen.

Unser Tipp: Nehmen Sie sich lieber mehr als zu wenig Zeit. Kalkulieren Sie mit mindestens 2-3 Monaten für die komplette Abwicklung und bearbeiten Sie Besichtigungsanfragen schnellstmöglich.

 

3. Marketingmaßnahmen

Auch Sie als privater Verkäufer müssen kräftig an der Werbetrommel rühren, um sich gegen die Konkurrenz zu behaupten und dadurch Ihre Immobilie bestmöglich zu vermarkten. D. h. nicht nur ein Internetinserat auf einem Immobilienportal zu schalten, sondern auch aussagekräftige Werbung am Objekt anzubringen, Flyer zu gestalten und in der näheren Umgebung zu verteilen, ein Exposé für Kaufinteressenten zu erstellen usw. Aber Vorsicht, bitte achten sie auch auf die Qualität Ihrer Bilder, Exposés und Inserate. Nichts ist schlimmer als schlecht präsentierte Immobilien.

Unser Tipp: Investieren Sie lieber in einen Experten, der sich mit dem Fotografieren und Inszenieren auskennt. Auch wenn diese Investition einige hundert Euro kostet, es lohnt sich (- wir empfehlen Ihnen gern einen guten Fotografen aus Erfurt).

 

4. Kosten

Unterschätzen Sie die Kosten, die im Vorfeld auf Sie zukommen, nicht. Es fallen Kosten für die evtl. Wertermittlung durch einen Gutachter, Werbekosten für Exposédruck und Internetinserat-Schaltung sowie weitere Kosten, beispielsweise für einen professionellen Fotografen oder die Unterlagenbeantragungen bei den Ämtern an.

Unser Tipp: Planen Sie je nach Umfang mit 400,- bis 3.000,- € an Kosten für die erfolgreiche Vermarktung ein.

 

5. Ständige Erreichbarkeit

Seien Sie "immer" erreichbar. Richten Sie es ein, dass Sie auf Arbeit auch ans Handy gehen können oder zumindest schnellstmöglich zurückrufen. Gerade Familien rufen auch gern am Wochenende an. Wenn Sie unterwegs sind, geben Sie das Handy evtl. an vertraute Nachbarn oder eingeweihte Familienmitglieder ab, damit diese für eine gute Erreichbarkeit garantieren können. Auch wenn Sie Anfragen für einen Besichtigungstermin erhalten, rufen Sie schnellstmöglich zurück und vereinbaren Sie einen zeitnahen Termin. Nur so ist es möglich, dass Ihnen kein potentieller Käufer entgeht.

Unser Tipp: Seien Sie erreichbar! Wenn Sie eine Mailbox eingerichtet haben, dann rufen Sie auch zeitnah zurück. Sollten Sie mal für ein paar Tage im Urlaub sein, benennen Sie eine Kontaktperson, die über den Verkaufsstand eingeweiht und mit den wichtigsten Faktoren zu Ihrer Immobilie vertraut ist.

 

6. Ernst zu nehmende Interessenten

Sie können einige Termine von vornherein ausschließen, wenn es z. B. um Interessenten geht, bei denen Sie von Anfang an ein schlechtes Gefühl haben oder diese eigentlich "nur mal schauen" wollen. Eine bewusste Vorauswahl erspart Ihnen viel Zeit und Nerven.

Unser Tipp: Selektieren Sie schon am Telefon aus indem Sie die richtigen Fragen stellen, sparen Sie sich unnötige Termine und damit wertvolle Zeit.

 

7. Unterlagen zusammenstellen

Suchen Sie rechtzeitig alle benötigten Unterlagen für die Verkaufsabwicklung heraus. Dazu gehören: aktuelle Grundbuchauszüge, Flurkarte, Bodenrichtwert, evtl. Gutachten, Baubeschreibung, Ansichten, Grundrisse, Schnitte, Wohnflächenberechnung, Energiepass, Teilungserklärung bei Teileigentum, Abrechnungen und Protokolle der WEG, Übersicht zu Modernisierungs-, Sanierungsarbeiten und Instandhaltung sowie Auskunft aus dem Baulastenverzeichnis und Altlastenverzeichnis und Bescheinigung über Erschließungs- und Straßenbaubeiträge.

Unser Tipp: Je mehr Unterlagen Sie haben und je besser diese geordnet oder gar aufgearbeitet sind, desto einfacher ist die Verkaufsabwicklung für Sie und den Interessenten. Fehlende Unterlagen können nicht nur den Kauf verzögern, sondern auch verhindern.

 

8. Bleiben Sie sachlich

Sie haben viel Zeit, Kosten und Individualität in Ihre eigenen vier Wände eingebracht. Lassen Sie sich trotzdem nicht von einigen Interessenten entmutigen, wenn diese Ihre Arbeit und Kreativität nicht schätzen. Jeder hat unterschiedliche Ansichten und differierende Wertemaßstäbe. Dies gilt auch beim Geschmack, z. B. der Kücheneinrichtung. Eine Einbauküche ist im Normalfall eine Preissteigerung Ihrer Immobilie. Wenn nun allerdings ein Käufer der Meinung ist, dass die Küche erst entfernt werden muss, um eine neue einzubauen, dann entstehen für die Käufer erhöhte Kosten.

Unser Tipp: Auch wenn es Ihre Traumküche war und diese Ihnen viel Geld gekostet hat, bleiben Sie immer sachlich und probieren Sie Ihre Emotionen nicht einfließen zu lassen.

 

9. Keine falschen Hoffnungen wecken

"Das Haus ist einfach perfekt, es ist das schönste was Sie je gesehen haben. Es verfügt über die beste Ausstattung und ist für Sie perfekt geeignet." Wissen Sie welchen Geschmack Ihr Gegenüber hat? Wenn Sie das Objekt so am Telefon anpreisen, wird der potentielle Kaufinteressent wahrscheinlich sein Traumhaus besichtigen. Wenn er nun aber hinkommt und es nur ein "normales" Haus, wie jedes andere in der Straße ist, dann wird er schnell enttäuscht sein. Sie haben falsche Vorstellungen über das Objekt geschaffen und sein Bild im Kopf ist nicht das Haus, wie es in der Realität aussieht. Geschmäcker und persönliche Eindrücke sind nun mal sehr verschieden.

Unser Tipp: Um falsche Erwartungen zu vermeiden bzw. Enttäuschungen vorzubeugen, sollten Sie Ihre Immobilie nicht über die Maßen anpreisen. Bleiben Sie nüchtern bei der Beschreibung der Immobilie. Nennen Sie zwar Fakten, aber umschreiben diese nicht mit Superlativen. Wenn das Haus außergewöhnlich ist, beeindrucken Sie den Kaufinteressenten bei der Besichtigung.

 

10. Rechnen Sie mit dem Unerwarteten

Nächste Woche soll es so weit sein, es geht vor den Notar. Nun meinen Sie, es können alle Werbemaßnahmen gestoppt und das Geld schon verplant werden (evtl. für die nächste Hypothek eines neuen Hauses). Aber Vorsicht ist geboten! Auch vor dem Notar scheitern immer wieder Verkäufe und schon verzögert sich die Verkaufszeit.

Unser Tipp: Wenn ein Notartermin ansteht, ist dies ein gutes Zeichen für einen erfolgreichen Abschluss. Trotzdem sollten Sie nie schon vor der Kaufpreiszahlung mit dem Geld fest rechnen bzw. dieses verplanen und immer einen Rückzug von der Käuferseite in Betracht ziehen.

 

 

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